SPERRENGESCHOSS MARIENPLATZ

Wettbewerbsprojekt, München 2010

durchgeführt von HILMER & SATTLER und ALBRECHT

Wettbewerbsprojekt

Bild: Jan Pautzke

Bild: Jan Pautzke

Bild: Jan Pautzke

Bild: Jan Pautzke

Bild: Jan Pautzke

Bild: Jan Pautzke

Ziel des Entwurfs ist es, die Verkehrsfläche des Sperrengeschosses weitestgehend von Einbauten freizuhalten und so die Übersichtlichkeit und Orientierbarkeit zu verbessern. Durch die Gestaltung der Raumkanten als runde, fließende Formen kann der Blick des Passanten schnell die Lage der Ab- und Ausgänge sowie den Raum als Ganzes erfassen. Der zentrale Bereich mit seinen Abgängen zu den Untergeschossen ist von überall aus sichtbar. Den südlichen Abgängen zur S-Bahn ist der größte Teil der Informations- und Ticketverkaufseinrichtungen vorgelagert, die so vom zentralen Bereich schnell zu erreichen sind. Durch die raumhohe Ausbildung dieser Einrichtungen und die farbliche Hervorhebung treten die Zugänge zum S-Bahngeschoss deutlich hervor.

Durch den Einbau einer leuchtenden Decke und die Verwendung möglichst heller Materialien am Boden wird ein freier, angenehmer Raumeindruck in dem niedrigen Geschoss erzielt. Die Gestaltung der Deckenfelder leitet sich aus den hauptsächlichen Passantenströmen ab und betont diese durch die individuelle Form der einzelnen Elemente und eine Differenzierung ihrer Leuchtstärke. So entsteht ein Leitsystem im Raum, das einer Strömungssimulation gleicht, jedoch eine eher künstlerische Umsetzung des wesentlichen Parameters diese Raumes darstellt: der Wege der Passanten und Reisenden.

Das bestehende Farbkonzept des Bahnhofes Marienplatz, die beiden Farben Orange und Dunkelblau, wird aufgegriffen und variiert. Der Entwurf sieht die orangene Farbe als Markierung aller Zugänge in die Untergeschosse vor, das Blau bestimmt als Kontrast den Rest des Raumes. Durch diese Farbgebung wird eine schnelle Erfassbarkeit der komplizierten Wegeführung im Sperrengeschoss angestrebt.