PAUL-GERHARDT-ALLEE WA2

Realisierungswettbewerb mit mahl gebhard konzepte, München 2016

durchgeführt von HILMER SATTLER ARCHITEKTEN Ahlers Albrecht

Wettbewerbsprojekt

Bild: HILMER SATTLER ARCHITEKTEN

Bild: Jan Pautzke

Bild: Jan Pautzke

Bild: HILMER SATTLER ARCHITEKTEN

Bild: Jan Pautzke

Bild: HILMER SATTLER ARCHITEKTEN

Die polygonale Grundform des Blocks wird durch mindestens zweigeschossige Höhenversprünge gegliedert. Zusätzlich sind die einzelnen Gebäude in der Tiefe zueinander versetzt. So entsteht eine angenehme Maßstäblichkeit innerhalb der Großform.

Die südliche Bebauung zum Landschaftspark nimmt an ihren Ecken die Höhen der Nachbarbebauung auf. Ein siebengeschossiger Baukörper markiert die Ecke gegenüber der Gemeinbedarfsflächen an der nördlichen Straße. Das aus Lärmschutzgründen geschlossene Polygon erhält lediglich in Ost-West-Richtung Durchgänge von den öffentlichen Angern zum privaten Innenhof und knüpft mit dieser Durchlässigkeit an das halböffentliche Wegenetz der Baufelder untereinander an.

Alle Wohnungen werden von der Außenseite des Polygons erschlossen. Als Reaktion auf die Grundform des großen Baukörpers in Zusammenspiel mit den Rahmenbedingungen des Grundstücks, wie Straßenverkehrslärm im Norden und Schienenverkehrslärm im Süden, werden unterschiedliche Wohnungstypen am Anger, zum Landschaftspark, zur Straße und zum Innenhof angeboten. Die Wohnungen im vierten Geschoß erhalten großzügige Dachterrassen mit privaten Dachgärten.

Die nach außen gerichteten Fassaden präsentieren sich im Läuferverband aus hellem Handformziegel. Die Staffelung der einzelnen Kubaturen findet sich in der Fassade durch die Verwendung unterschiedlicher Steinformate und Farbnuancen wieder. Die angerseitigen Gebäudeversprünge werden durch die übergreifenden Loggienbalkone miteinander verzahnt. Wechselnde Verlegerichtungen und aufgelöste Verbände in den Brüstungen erzeugen dabei ein lebendiges Fassadenbild. Auch an den Fassaden des Innenhofs findet sich der Klinker wieder, im Unterschied zu den Außenfassaden hier jedoch weiß getüncht. Die Loggieneinschnitte zum privaten Innenhof sind holzbekleidet und mit einem transparenten Stabgeländer gefasst.

Im Gegensatz zur Strenge der erhöhten Vorgartenzone erschließt sich im Inneren eine vielseitige Freiraumlandschaft. Das verzweigte Wegenetz betont die Ost- West Verbindung und gestaltet sich aus einem einheitlichen Belag. An anderen Stellen werden die Wege wie bei einem Trampelpfad mit unbefestigtem Material angedeutet. Die dadurch entstehenden grünen Inseln werden unterschiedlich interpretiert.