Projektliste
Kunstmuseum St. Gallen
Umbau/Wettbewerbsprojekt, St. Gallen , 2011, Wettbewerbsprojekt
Der Bau zeichnet sich durch seinen wunderbar reinen Spätklassizismus aus. Diese Qualität scheint uns die Entwurfsentscheidung zu legitimieren alle Elemente des Umbaus von 1984, nämlich den Stahlskeletteinbau im Osttrakt, die Kreissegmenträume im Untergeschoß und die Rampenerschließung zu entfernen und den ursprünglichen Zustand – allerdings mit einer zusätzlichen großen Treppenanlage – wieder herzustellen.
Wir meinen, dass ein partielles Beibehalten der Konzeption und der stilistischen Merkmale Marcel Ferrier’s deren Authentizität eher beschädigen als steigern würde. Der Pfeilersaal im Untergeschoß kann durch erweiterte Sockelfenster und dadurch entstehende Tageslichtwirkung neben der Ausstellung von Kunstobjekten auch Empfängen und Gruppentreffen dienen.
Eine grundsätzliche Verbesserung der Gesamterscheinung des Baus bewirken die neuen, unverletzten Parkflächen vor der Süd- und Ost- und ...
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Maintor Palazzi
Wohnbebauung, Frankfurt am Main , 2011, Studie
In der verdichteten Gruppierung zueinander bleiben die vier Palazzi dennoch
als individuelle Gebilde mit je eigenem Eingang und Treppenhaus erkennbar.
Es entsteht dadurch nicht das Gefühl von Wohnsiedlung, sondern von urbaner
Atmosphäre.
Die Blickverbindung vom oberen Platz der Hochhäuser zum Main wird nicht
durch die Wohnbauten verstellt, sondern es bleiben die Frankfurter topographischen und stadträumlichen Bezüge überall spürbar.
Dasselbe gilt für die Wohnungen, die sich ausnahmslos zum Main orientieren.
Die Gliederung und das Relief der neuen Fassaden folgen der Vorstellung von
geordneter, moderner ...
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Olympisches Dorf München
Wettbewerbsprojekt, München , 2011, Wettbewerbsprojekt
Entstanden in Zusammenarbeit mit Hild und K.
Das neue olympische Dorf und die neuen Parkflächen sollen die berühmte, frei fließende, offene stadträumliche Struktur der vorhandenen olympischen Anlagen aufgreifen und fortsetzen, durch zwei Ansätze:
Das meandrierende Gewässer im Verlauf des Nymphenburg-Biederstein-Kanals wird fortgesetzt, bestimmt den Charakter des „Dorfes“ und grenzt dieses zu den bestehenden Bundeswehrbauten ab.
Es sind einzelne, in sich gestaffelte Häuser in freier Campus-Gruppierung, die die SportlerInnen und später die BewohnerInnen beherbergen. Bewusst ist im inneren Wohnbereich nicht die südlich anschließende Blockrandbebauung aufgegriffen. Sie wird jedoch entlang der Dachauer Straße und dem Mittleren Ring als abschirmender Rand in komplexer Höhenstaffelung fortgeführt.
Der Hauptteil der temporären Einrichtungen für die Winterspiele befindet sich in einem geschwungenen Baukörper mit einer umhüllenden Wand aus Eisblöcken, der Glacier Hall, gelegen an der Olympic Village Plaza am See. Dieses Gebilde suggeriert leidenschaftlich den Anlass „Winterspiele“. Es kann als leichte Holzleimbinderkonstruktion nach den Spielen schnell abgebaut werden.
Die olympischen ...
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Luisenplatz Potsdam
Wohn- und Geschäftshaus, Potsdam , 2008 bis 2010, realisiert
Erstaunlicherweise wurde die Parzelle Luisenplatz 2 zuvor noch nie bebaut, obwohl sie als historische Schnittstelle zwischen der bürgerlichen Vorstadt und den beginnenden königlichen Gärten ein sehr prominentes und wertvolles Grundstück im Potsdamer Stadtbild darstellt. Um diesen Übergang zu verdeutlichen, sieht unsere Konzeption des Gebäudes zwei unterschiedliche Fassaden vor, die sich auf den jeweiligen Kontext beziehen und durch einen Rücksprung voneinander getrennt werden.
Der reine Putzbau am Luisenplatz weist mit Erker, Balkonen, einer hohen Rustika und senkrechten Fensterformaten -ähnlich seinem rechten Nachbarn- vier verschiedene Fassadenebenen auf und strahlt mittels dieser städtische Eleganz aus. Der Sockel ist nicht in Naturstein, sondern in senkrecht profiliertem Putz ausgebildet. Details wie das Terrassengeländer oberhalb der Traufe lassen das Haus klar als modernen Bau erkennen.
Der Baukörper in der Allee nach Sanssouci ist deutlich sparsamer detailliert und orientiert sich eher an der Landhausarchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Unser Gebäudeentwurf entstand in enger Abstimmung mit der Stiftung Preußische ...
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Ahmadbey Agha Oghlu Küc.
Residenzen im Park (Projekt), Baku , 2009 bis 2010, Projekt
Der Standort des Projektes ist am Rand des Zentrums von Baku.
An der Straße bildet ein fünfgeschossiger Riegel die Adresse, ein kleiner Turm verleiht dem Ort zusätzliche Bedeutung und wirkt über die ganze Länge der Straße hinweg.
Der Eingang liegt klassisch in der Mitte des großzügigen cour d 'honneur, eine bronzene Pferdeskulptur, ein Brunnen und zwei Baumgruppen geben dem Ort Unverwechselbarkeit. Die Vielzahl der Erker zitiert bewusst die lokale Architektur, ebenso wie das auskragende Dach, das vor allem dem Sonnenschutz dient.
Im hinteren, abgeschirmten Teil des Grundstücks ist eine Vielzahl von kleineren villenartigen Häusern angeordnet, die alle durch offene Säulengänge miteinander verbunden sind. Die Flächen dazwischen sind als kleinteilige, durch Hecken sauber eingefasste Gartensegmente definiert, die der Hanglange des Grundstücks folgen. Ähnlich dem Garten der Alhambra in Granada bildet ein langgestreckter Brunnen den Mittelpunkt, drei kleinere Fontänen beleben ihn. Durch die straßenseitige Abschirmung wird diese Wasserfläche auch akustisch zum bestimmenden Element des gesamten Ensembles. Ein offener Pavillon lädt zum Aufenthalt ein, gegenüber liegt - als achteckiges ...
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Sperrengeschoss Marienplatz
Wettbewerbsprojekt, München , 2010, Wettbewerbsprojekt
Ziel des Entwurfs ist es, die Verkehrsfläche des Sperrengeschosses weitestgehend von Einbauten freizuhalten und so die Übersichtlichkeit und Orientierbarkeit zu verbessern. Durch die Gestaltung der Raumkanten als runde, fließende Formen kann der Blick des Passanten schnell die Lage der Ab- und Ausgänge sowie den Raum als Ganzes erfassen. Der zentrale Bereich mit seinen Abgängen zu den Untergeschossen ist von überall aus sichtbar. Den südlichen Abgängen zur S-Bahn ist der größte Teil der Informations- und Ticketverkaufseinrichtungen vorgelagert, die so vom zentralen Bereich schnell zu erreichen sind. Durch die raumhohe Ausbildung dieser Einrichtungen und die farbliche Hervorhebung treten die Zugänge zum S-Bahngeschoss deutlich hervor.
Durch den Einbau einer leuchtenden Decke und die Verwendung möglichst heller Materialien am Boden wird ein freier, angenehmer Raumeindruck in dem niedrigen Geschoss erzielt. Die Gestaltung der Deckenfelder leitet sich aus den hauptsächlichen Passantenströmen ab und betont diese durch die individuelle Form der einzelnen Elemente und eine Differenzierung ihrer Leuchtstärke. So entsteht ein Leitsystem im Raum, das einer Strömungssimulation gleicht, ...
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